Schwedische Tradtionen

Jedes Land hat seine speziellen Traditionen aber die schwedische Kultur zeichnet sich durch viele Besonderheiten aus und ist überall in der Welt bekannt. Wer kennt ihn nicht, den Möbelhersteller IKEA, in dessen Angebotsvielfalt typisch schwedischer Stil und Kultur zur Geltung kommen.
Obwohl einige Traditionen ihre Wurzeln ursprünglich aus anderen Ländern haben, sind diese aber inzwischen ein vollständiges Element der schwedischen Lebensweise geworden.
Die meisten Schweden sind sehr naturverbunden und somit unterliegen viele Bräuche dem Wandel der Jahreszeiten. Nach den langen, dunklen Wintern folgen kurze Sommer und daher finden die Feste in der hellen Jahreszeit besonders intensiv und im Freien statt.Während es in anderen Ländern gesetzliche Feiertage gibt, werden in Schweden der Waffel- und Zimtschneckentag zelebriert. Die Semla bestehen aus Hefeteig mit Kardamon und Marzipan und werden traditionell am Faschingsdienstag verköstigt. Waffeltag, Våffeldagen, ist am 25. März. Die Zimstschnecken, Kanelbulle, bestehen aus Hefeteig mit Zimt und Sirub und werden am 04. Oktober serviert. Selbstverständlich können diese Köstlichkeiten auch an anderen Tagen übers Jahr erstanden werden.Nach dem großen Osterfest mit traditionellem Smörgåsbord, findet Ende April Valborg, die Walpurgisnacht statt. Zu diesem Anlass werden überall in Schweden große Feuer angezündet und ausgiebig gefeiert. Das Fest diente früher der Vertreibung von bösen Geistern. Da der schwedische König Carl XVI Gustav an diesem Tag Geburtstag hat sind alle Städte beflaggt.

Die Mittsommersonnenwende, Midsommar, gehört zu den wichtigsten und bekanntesten Festen in Schweden und wird jährlich am Freitag am längsten des Jahres gefeiert. An diesem Tag finden überall im Land Feste statt. Die Schweden schmücken sich mit Blumen im Haar und getanzt wird um die geschmückte Midsommerstange. Das traditionelle Essen mit Kartoffeln und Hering und diversen Kräuterschnäpsen dürfen dabei nicht fehlen.

Ebenfalls im Sommer ist Saison für den sauren Hering, Surströmming genannt. Schweden lieben den Geschmack des vergoren Fisches, der im Frühling gefangen, gesalzen und fermentiert wird. Durch den strengen Geruch ist er für Besucher eher gewöhnungsbedürftig.

Ein weiterer Höhepunkt ist Kräftskivan.
Zum Höhepunkt der Krebshochsaison wird dieses Fest im August gefeiert. Zwar werden die meisten Krebse inzwischen importiert, aber viele Schweden lassen es sich nicht nehmen eigene Flusskrebse zu fangen.

Besinnlich und traditionell geht es beim Luciafest zu. Die jeweilige Lichterkönigin trägt ein lages, weißes Gewand und auf ihrem Kopf einen Kranz aus Kerzen. Früher bestand dieser Kranz aus echten Kerzen, heute sind diese aber meist elektrisch. Die Luzia wird von Jungen und Mädchen in Prozessionen durch die Ortschaften und Städte begleitet. In den Kirchen finden Konzerte statt. Das Luziafest hat bereits eine über 400 Jahre alte Tradition und erhellt mit diesem Brauch die dunkle Winterzeit.
Traditionell werden Lussekatter gereicht, süße Brötchen mit Saffran.

Zu gleicher Zeit finden überall im Land Weihnachtsmärkte statt. An den Ständen gibt es Grog, Rentierfleisch und weitere typisch schwedische Köstlichkeiten.
Am 24. Dezember ist auch in Schweden Weihnachten. Dann wird überall das bekannte Julbord serviert. Bei diesem Vielfältigen Weihnachtsbüfett darf der traditionelle schwedische Weihnachtsschinken nicht fehlen. Auch Rentierwurst, Pasteten, gebeizter Lachs und Hering gehören zu einem guten Julbord dazu. Eine Spezialität ist der Lutfisk, getrockneter Fisch, der vor dem Kochen eingeweicht wird.